Starke Renditen mit dem MSCI World-Index | Bequemste Geldanlage Österreichs

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MSCI World-Index | Rendite und Zusammensetzung der besten Geldanlage Österreichs

Wer in seinen Investments den MSCI World-Index als Basis verwendet, kann praktisch nichts falsch machen. Hier erfährst du die Rendite und Zusammensetzung der besten Geldanlage Österreichs.

Einleitung

Wenn die Geldanlage zu kompliziert ist, dann wird sie langfristig nicht funktionieren. Ich selbst halte meine Investitionen mittlerweile sehr einfach und den gleichen Weg zeige ich auch meinen Kunden. Die meisten Vermögensberater raten einem, in viele verschiedene Anlageklassen des Investitionsuniversums zu investieren. Man kann sein Geld in Gold, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, Kryptowährungen, P2P-Kredite, Aktien, Fonds, Lebensversicherungen und vieles mehr investieren. Und damit das funktioniert, braucht man die (teure) Unterstützung von sogenannten Beratern. Diese sind in Wahrheit eher Verkäufer als Berater. Denn sie leben meist von den Provisionen aus den verkauften Produkten. Interessenkonflikte sind hier kaum vermeidbar.

Es ist sehr wichtig, dass man versteht, in was man investiert. Außerdem sollte man selbst die volle Kontrolle darüber haben. Ich bin der Ansicht, dass im derzeitigen Marktumfeld zwei Anlageklassen vollkommen ausreichen. Online-Sparbuch bzw. Festgelder für kurzfristige oder sichere Geldanlage und breit gestreute Aktien-ETFs für die langfristige Geldanlage. Das wars auch schon. Selbstgenutzte Immobilien sind keine Anlageklasse.

Für den langfristigen, risikobehafteten und renditebringenden Teil ist eigentlich ein einziger ETF auf den MSCI World Index ausreichend. Je nach Geschmack, kann man dann noch einen MSCI Emerging Markets-ETF dazu mischen. Dass muss aber nicht sein.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie der MSCI World-Index funktioniert und welche Renditen dieser in der Vergangenheit generiert hat.

Was ist ein Index?

Im Finanzjargon spricht man gerne vom Index, meint aber meistens den Aktienindex. Ein Aktienindex fasst die Aktien vieler Unternehmen nach bestimmten Kriterien zusammen und bildet so die Wertentwicklung dieser Unternehmen ab. Im Beitrag „Was ist ein ETF? Einfache Erklärung für Österreicher!“ hab ich dies im Detail für den ATX – also den österreichischen Aktienindex – erklärt.

Der ATX – Abkürzung für Austrian Traded Index – bildet die Wertentwicklung der 20 größten und meistgehandelten Unternehmen in Österreich ab. Der DAX macht das für die 30 größten deutschen Unternehmen. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass ein Index immer von einem unabhängigen Unternehmen herausgegeben oder berechnet wird. Der ATX wird von der Wiener Börse AG berechnet und er muss immer entsprechend seiner definierten Logik angepasst werden.

Bitte beachte, Aktien sind eine tolle Sache, denn damit kann man einfach MiteigentümerIn an großen Unternehmen werden. Man profitiert langfristig von deren Wachstum und Dividenden. Allerdings trägt man vor allem bei Einzelaktien auch ein hohes Verlustrisiko. Deshalb empfehle ich nie ein Investment in Einzelaktien. Im Beitrag Aktien | Ein gutes Investment für Privatanleger? erfährst du die Hintergründe.

Wie funktioniert der Index?

Die Zusammensetzung eine Index ändert sich im Zeitablauf immer wieder. Zum Beispiel besteht der ATX immer aus den 20 wertvollsten Unternehmen der Wiener Börse. Der Wert (= Aktienkurs) eines jeden Unternehmens ändert sich laufend. Und so kann es sein, dass das 20. Unternehmen des ATX (das kleinste), weniger wert wird als das 21st-größte Unternehmen der Wiener Börse. Also muss die Wiener Börse eine Anpassung des Index vornehmen. Somit fliegt das eine Unternehmen raus und das andere wird aufgenommen.

Indizes der Welt | Beste Geldanlage Österreichs mit ETF MSCI World
Einige der wichtigsten Indizes der Welt. Quelle: finanzen.net (02.09.2020)

Der ATX ist ein Länderindex, aber es gibt auch Indizes, die Unternehmen von ganzen Kontinenten oder auch von der ganzen Welt zusammenfassen. Hier ein paar der wichtigsten regionalen Indizes:

  • EURO STOXX 50 => 50 größte Unternehmen im gemeinsamen Euro-Währungsraum
  • STOXX Europe 50 => 50 größte Unternehmen aus Europa
  • STOXX Europe 600 => 600 größte Unternehmen aus Europa
  • S&P 500 => 500 größte Unternehmen aus den USA
  • MSCI North America => rd. 700 größte Unternehmen aus USA und Canada
  • MSCI Pacific => rd. 450 größte Unternehmen aus Pazifik-Raum (Japan, Australien, Hongkong,…)
  • MSCI World => rd. 1.600 größte Unternehmen aus 23 Industrieländern (USA, Japan, UK, Frankreich, …)
  • MSCI Emerging Markets => rd. 1.400 größte Unternehmen aus Entwicklungsländern (China, Taiwan, Südkorea, …)

Wie du siehst, kann man Indizes für die verschiedensten Länderkombinationen finden. Es ist auch naheliegend, dass ein Unternehmen in vielen verschiedenen Indizes enthalten sein kann. So ist zum Beispiel das wertvollste Unternehmen Österreichs – die Erste Group Bank AG – sowohl im ATX, im STOXX Europe 600, im MSCI World und in vielen weiteren Indizes enthalten.

Wofür steht MSCI World?

Aus meiner Sicht ist der MSCI World einer der wichtigsten Indizes für die Geldanlage von ÖsterreicherInnen. Zumindest sollte es derzeit so sein.

MSCI ist der Unternehmens-Name des Index-Herausgebers, dass ein amerikanischer Finanzdienstleister ist. Das Unternehmen MSCI Inc. gibt eine Vielzahl von verschiedenen Indizes heraus und hieß früher Morgan Stanley Capital International. Jeder Index, der das Kürzel MSCI vor seinem Namen trägt, wird von diesem Unternehmen zusammengestellt und berechnet.

Der Begriff „World“ ist leider etwas irreführend, weil dieser Index nicht die größten Unternehmen aller Länder der Welt einbezieht. Der MSCI World-Index setzt sich ausschließlich aus Unternehmen von entwickelten Ländern – die man früher auch Industrieländer nannte – zusammen.

Derzeit sind Unternehmen aus 23 Ländern enthalten.

Sektoren und Ländergewichtung MSCI World Index. | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs
MSCI World | Gewicht nach Sektoren und Ländern (per 31.07.2020)

Im Chart ist deutlich erkennbar, dass US-amerikanische Unternehmen das größte Gewicht des Index mit rund 2/3 (66%) einnehmen. Die USA sind (leider) die Hochburg des Kapitalismus und beheimaten daher die innovativsten und wertvollsten Unternehmen der Welt. Aber es sind auch ein paar österreichische Unternehmen enthalten.

Welche Unternehmen sind im MSCI World-Index?

Wie vorhin beschrieben, werden in den MSCI World-Index Aktien von rund 1.600 Unternehmen einbezogen. 66% der Wertentwicklung wird von amerikanischen Unternehmen abgebildet. Bitte merke dir aber, dass nicht jedes der 1.600 Unternehmen das gleiche Gewicht im Index hat. Je wertvoller ein Unternehmen insgesamt ist, desto größer ist das Gewicht des Unternehmens im Index.

Top 10-Unternehmen im MSCI World Index. (Quelle: MSCI.com, 02.09.2020)

Es ist relativ schnell ersichtlich, dass in diesem Index das Who-is-Who der weltweit bekanntesten Unternehmen enthalten ist. Apple, Microsoft, Facebook, Google (Alphabet-Konzern) und viele mehr. Aktuell sind auch 6 österreichische Unternehmen im MSCI World-Index enthalten, wenn auch nur mit einem sehr kleinen Gewicht. Das sind Erste Group, OMV, Voestalpine, Raiffeisen, Verbund und Andritz. Die Erste Group als wertvollstes österreichisches Index-Mitglied hat zum Beispiel ein Gewicht von 0,015% am MSCI World. Das ist fast nichts, aber immerhin …

Prominente Mitglieder MSCI World aus der Welt und Österreich | Beste Geldanlage und Altersvorsorge mit ETF
Ein paar der Unternehmen & Marken von MSCI World-Unternehmen. Eigene Auswahl.

Wenn du selbst die Index-Unternehmen nachschlagen möchtest, dann schau gerne direkt auf der MSCI Seite nach. Im Feld „Select an Index Name“ musst du „WORLD“ auswählen.

Was passiert mit Unternehmen, die nicht mehr gut wirtschaften?

Der MSCI World-Index wird quartalsweise überprüft. Dabei wird nachgesehen, ob neue Unternehmen die Aufnahmekriterien erfüllen oder bestehende Unternehmen diese nicht mehr erfüllen. In der Praxis bedeutet dies, dass schlecht wirtschaftende oder schrumpfende Unternehmen meist schon lange vor dem Konkurs aus dem Index geworfen werden. Stattdessen werden aufsteigende oder stabile Unternehmen aufgenommen.

Diese Logik gilt sogar für Länder. Im Jahr 2013 im Zuge der Staatsschuldenkrise ist Griechenland aus dem MSCI World-Index gefallen. Da sich die griechische Wirtschaft bzw. die börsennotierten Unternehmen noch immer nicht entsprechend erholen konnten, wurde das Land bisher noch nicht wieder aufgenommen. Es ist aktuell im MSCI Emerging Markets-Index.

Im nachfolgenden Chart siehst du den Verlauf der 60 größten Unternehmen Griechenlands im ATHEX-Index. Eine Erholung auf die Werte vor der globalen Finanzkrise 2008 ist nicht in Sicht.

Griechische Unternehmen aus MSCI World geflogen. Chart zeigt, dass Erholung auf Vorkrisenniveau nicht in Sicht. | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs
Entwicklung griechischer Börsenindex ATHEX (60 größte Unternehmen Griechenlands)

Diese Index-Logik wirkt wie ein Schutzmechanismus. Anleger machen mit Aktien immer wieder die selben Fehler. Sie lassen einerseits die Gewinne nicht laufen und verkaufen die Unternehmensanteile zu früh. Und andererseits behalten sie die Verlierer im Depot, in der Hoffnung darauf, dass sie sich erholen. Der Schutzmechanismus des Index wirkt genau umgekehrt. Gewinner bleiben im Index und Verlierer fliegen raus.

Die Logik des Index wirkt wie ein Schutzmechanismus. „Schlechte“ Unternehmen werden von „besseren“ verdrängt.

Johann Kofler-Mair

Kann man den Index kaufen?

NEIN. Leider nicht. Das ist die schlechte Nachricht. Der Index ist etwas, dass nur berechnet wird. MSCI ermittelt laufend den aktuellen Wert des MSCI World-Index. Dazu wird die Entwicklung der Börsenkurse der 1.600 Index-Unternehmen berücksichtigt. Als Anleger kann man aber nicht zu MSCI gehen und von denen einen Anteil am MSCI World-Index kaufen. Genauso wenig kann man zur Wiener Börse gehen und einen Anteil des ATX kaufen. Das funktioniert leider nicht….

Wenn man genügend Geld und Zeit hat, könnte man den ATX selbst nachbilden. Man müsste nur Aktien dieser 20 Unternehmen im richtigen Gewicht kaufen. Man wird aber schnell feststellen, dass auch das sehr aufwendig ist. Einen MSCI World-Index mit 1.600 Unternehmen als Privatperson nachzubilden, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Dafür wurden Indexfonds und später ETFs geschaffen. Das Prinzip erkläre ich im Beitrag „Was ist ein ETF? Einfache Erklärung für Österreicher!“ Kurz gesagt wird bei einem ETF (Exchange Traded Fund) das Geld vieler Anleger computergesteuert so in die Unternehmen des MSCI World investiert, dass die Indexentwicklung möglichst genau nachgebildet wird.

Jeder ETF wird daran gemessen, wie gut er es schafft, die Entwicklung des Index nachzubilden.

Welche Rendite hatte der MSCI World-Index in der Vergangenheit?

Die beste Quelle um zu Index-Daten zu gelangen ist natürlich immer der Herausgeber des Indizes. In unserem Fall kann man sich die historischen Daten bei MSCI direkt abrufen. Ich nutze gerne folgende Seite: https://www.msci.com/end-of-day-data-search

Es gibt verschiedene Parameter für die Betrachtung der historischen Rendite. Der wohl wichtigste ist die Währung. Da – wie oben beschrieben – rund 2/3 des Index aus amerikanischen Wertpapieren besteht – ist die Basiswährung der US-Dollar (USD). Wenn man dies auswählt, bekommt man Werte bis ins erstmalige Berechnungsjahr Anfang 1970. Hier stehen somit schon Daten von mehr als 50 Jahren zur Verfügung!

Ein weiterer wichtiger Parameter sind die Steuern. Man hat die Wahl zwischen „GROSS“, „NET“ und „PRICE“. Ich verwende immer die „NET“ Daten. Denn hier werden in der Berechnung Dividenden abzüglich Quellensteuern reinvestiert. Als Quellensteuern werden jene Steuern bezeichnet, die bei ausländischen Unternehmen im Ausland einbehalten werden. Und an diesem NET-Werten orientieren sich auch ETFs. Bitte verwechsle aber Quellensteuern nicht mit der österreichischen Kapitalertragssteuer von 27,5%. Die ist trotzdem noch – zumindest teilweise – zu zahlen.

Kursentwicklung MSCI World Index von 1970 bis 2020 in US Dollar. Die durchschnittliche Rendite in den letzten 50 Jahren betrug 8,8% vor Steuern. | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs
Entwicklung MSCI World-Index in USD von 1970-2020

Der Index 1970 mit 100 Punkten definiert und hat sich aktuell auf über 7.000 Punkte entwickelt. Der Kurs ist in 50 Jahren um das 70-fache gestiegen. Dabei sollte dir bewusst sein, dass sich durch die Index-Logik die Zusammensetzung des Indizes unglaublich oft verändert hat. Wenn es 1970 schon ETFs gegeben hätte und man hätte 1.000 USD investiert, dann würden diese ETFs heute über 70.000 USD wert sein. Das entspricht einer Brutto-Rendite von rund 8,8% pro Jahr.

Risiko des MSCI World-Index

MSCI veröffentlicht monatlich auch sogenannte Factsheets (siehe nächstes Bild) mit Daten zum Index. Im Ausschnitt rechts siehts du, dass der MSCI World in den letzten 10 Jahren bis zum 31.07.2020 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10,22% erreichte.

Allerdings ist dass – wie auch im obigen Chart ersichtlich – nicht eine einfache gerade Linie nach oben. In der Corona-Krise hatten wir den letzten heftigeren Einbruch im Kapitalmarkt.

Dies wird gerne als Maximum Drawdown bezeichnet. Also der maximale Einbruch in den letzten zehn Jahren innerhalb einer kurzen Zeitperiode.

Risiko und Rendite des MSCI World Index. Starke Einbrüche wurden mit etwas Zeit immer kompensiert | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs.
Rendite & Risiko MSCI World, USD, NET (MSCI.com)

Im zweiten rot markierten Feld sieht man, dass der Kurs von 12.02.2020 bis 23.03.2020 um 33.99% eingebrochen ist. Solche Einbrüche muss man verkraften können. Dass geht nur ab einem langfristigen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren.

Mittlerweile – und auch dass siehst du im Chart – wurden aber schon wieder neue Höchststände erreicht.

Rendite des MSCI World-Index in EURO

Die Basiswährung des MSCI World ist der US-Dollar. Für AnlegerInnen aus Österreich ist natürlich viel interessanter, wie sich die Entwicklung in Euro darstellt. Der Wechselkurs von USD in EUR spielt naturgemäß eine Rolle. MSCI veröffentlicht Index-Daten für den MSCI World in Euro ab 1999. Nachfolgend siehst du, wie sich der Kurs in den letzten 21 Jahren entwickelt hat.

Kursentwicklung MSCI World Index von 1999 bis 2020 in Euro. Die durchschnittliche Rendite in den letzten 21 Jahren betrug 5,3% vor Steuern. | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs
Entwicklung MSCI World-Index in EUR von 1999-2020

Hätte man 1999 investiert und sein Geld 21 Jahre lang liegen lassen, so würde die jährliche Rendite 5,3% vor KESt betragen. Man sieht auch sehr schön, dass es immer wieder Einbrüche und längere Phasen der Erholung gab. Der Chart sieht etwas anders aus, da sich das Währungspaar EUR/USD doch sehr stark bewegt hatte.

Im entsprechenden Factsheet ist ersichtlich, dass auch hier die jährliche Rendite in den letzten 10 Jahren mit rd. 10,7% pro Jahr sehr hoch war.

Der maximale Einbruch war auf Euro-Basis mit 33,8% ziemlich gleich tief, wie bei der US-Doller-Variante. Allerdings wurden hier die alten Höchststände noch nicht ganz überschritten.

Bei der Rendite muss man auch berücksichtigen, dass es sich um die „nackte Rendite“ des Index handelt. Ein ETF auf den Index hat geringe Gebühren und kann diese Rendite in der Regel nicht ganz erreichen.

Risiko und Rendite des MSCI World Index in Euro. Starke Einbrüche wurden mit etwas Zeit immer kompensiert | Beste Geldanlage und Altersvorsorge Österreichs.
Rendite & Risiko MSCI World, EUR, NET (MSCI.com)

Wie kann man als Privatanleger aus Österreich in den MSCI World-Index investieren?

Österreicherinnen und Österreicher können sich – wie oben bereits beschrieben – nicht direkt am MSCI World beteiligen. Allerdings wurden zu unserem Glück sogenannte Investmentfonds erfunden. Diese wurden über Indexfonds zu ETFs weiterentwickelt. ETF steht für Exchange Traded Funds. Inhaltlich übersetzt steht das für „börsengehandelte Indexfonds“. Weitere Infos findest du im Blogbeitrag: Was ist ein ETF? Einfache Erklärung für Österreicher!

Mit ETFs können wir indirekt den MSCI World-Index optimal nachbilden. Warum? Weil hier die Gelder von tausenden Anlegerinnen und Anlegern investiert werden. Ein Computer entscheidet, welche Unternehmensanteile in welchem Umfang gekauft werden müssen, damit der ETF eine möglichst geringe Differenz zum MSCI World-Index aufweist. Für uns ÖsterreicherInnen ist der Erwerb über ein gutes Online-Wertpapierdepot sehr günstig.

Bitte beachte, dass es sehr viele ETFs gibt, die den MSCI World-Index nachbilden. Auf der Plattform justetf.com habe ich 16 ETFs gefunden, die wir als ÖsterreicherInnen erwerben können.

Die ETFs unterscheiden sich in den verschiedensten Parametern. Hier möchte ich nur ein paar nennen:

  • ETF-Anbieter (iShares, Xtrackers, Lyxor, ComStage, …)
  • ETF-Währung (USD, EUR, …)
  • Alter bzw. Auflagedatum des ETFs
  • Dividendenbehandlung (thesaurierend, ausschüttend)
  • Replikationsmethode (vollständig, Sampling oder synthetisch)
  • Jährliche Kosten (TER … Total Expense Ratio)
  • Steuerliche Behandlung
  • Aktionen bei bestimmten Brokern/Wertpapierdepots

Wie du den richtigen ETF findest!

Es gibt verschiedene Wege, wie man zu dem einen oder auch zu mehreren ETFs für den eigenen ETF-Sparplan oder für ETF-Einmalinvestitionen kommt.

Im nebenstehenden Video zeige ich, wie man einen guten MSCI World-ETF selbst auswählen kann. Dieses könnte dir bei der Auswahl helfen.

Du kannst dich weiter einlesen und dann selbst nach eigenen Kriterien filtern. Die meisten Kunden von mir bevorzugen die einfache Variante und investieren mit meiner Coaching-Unterstützung oder mit meinen Produkten.

Weitere Infos findest du unter Geld anlegen | 4 einfache Schritte.

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Einfachste und beste Geldanlage in Österreich 2020 | Kriterien und Auswahl eines MSCI World-ETF

Mit meiner Unterstützung geht das wirklich flott und du ersparst dir viel Zeit. Zudem wirst du viel bessere Renditen erhalten, da weder ich noch irgend jemand anderes an deinem Geld mitverdient. Alles ist ganz unkompliziert und liegt in deiner Hand.

Warum ist ein MSCI World-ETF langfristig viel besser als eine Kapitallebensversicherung oder ein Investmentfonds

Ein MSCI World-ETF hat gegenüber den konventionellen, langfristigen Anlageprodukten ein paar entscheidende Vorteile.

  1. Keine Abschlussprovisionen
    Bei einer Kapital-Lebensversicherung oder staatlich geförderten Zukunftsvorsorge zahlt man meist 1 – 1,5!! Jahresprämien an Provision. Meist dauert es mehr als 10 Jahre, bis die Versicherung endlich im Plus ist. Bei Investmentfonds zahlt man meist Ausgabeaufschläge bis zu 5%.
  2. Keine Bestandsprovisionen
    Bei Investmentfonds gibt es sogenannte Kickback-Zahlungen und bei Versicherungen normale Bestandsprovisionen, die jährlich bis zu 1% des gesamten investierten Kapitals betragen.
  3. Viel niedrigere laufende Kosten
    ETFs haben laufende jährliche Kosten im Bereich von 0,1 – 0,3% des investierten Kapitals. Bei Investmentfonds ist das ca. das 10-fache (inkl. Kickback-Zahlungen). Bei Kapital-Lebensversicherungen und Zukunftsvorsorgen hat man meist keine Ahnung. Man weiß nicht, welche Kosten die Versicherung berechnet und welche Kosten im Deckungsstock oder bei der Geldverwaltung in Fonds anfallen.
  4. Schlechte bis keine Transparenz
    In den meisten Fällen weiß man nicht, wieviel die Versicherung, die Bank, der Vermögensberater oder auch die Fondsgesellschaft (nach echten Kosten) verdienen. Dies Kosten nagen naturgemäß kräftig an der eigenen Rendite. Man weiß auch nicht, welche Rendite zum Beispiel die Veranlagung in der Lebensversicherung gebracht hat.
  5. Geringere bis keine Flexibilität
    Bei Versicherungen zahlt man hohe „Strafen“ falls man vorzeitig aussteigen möchte und man ist auf den guten Willen der Versicherung angewiesen. Letzteren sucht man meistens vergeblich. Bei Investmentfonds ist die Flexibilität ähnlich hoch wie bei ETFs, nur brauchen viele die Unterstützung des Beraters bzw. Verkäufers.
  6. Steuervorteile bzw. staatliche Förderungen sind meist ein Scheinargument
    In den allermeisten Lebensversicherungen werden die staatlichen Förderungen durch hohe Kosten und schlechte Veranlagung mehr als überkompensiert. Österreichische Anleger steigen nach meiner Erfahrung meist schlechter aus.

Wenn du dich zum Thema weiter vertiefen möchtest, dann kann ich dir folgende Beiträge empfehlen: Kündigung der Zukunftsvorsorge; Bankberatung | Viel teurer als man denkt

Warum ein MSCI-Index und nicht ein FTSE-Index?

Der MSCI World-Index ist der wohl berühmteste Index, mit dem man sein Geld weltweit investieren kann. Als Österreicherin oder Österreicher hat man den Vorteil, dass es hier einen großen Wettbewerb und dadurch auch eine dementsprechende Auswahl gibt.

Es gibt allerdings auch weitere Indizes, die weltweit investieren. So auch den MSCI All Country World-Index. Dieser mischt den MSCI Emerging Marktes mit hinein. Ich bin kein großer Freund dieses Indizes, weil das bisschen Emerging Markets die höheren laufenden Kosten von rund 0,4% pro Jahr nicht rechtfertigt.

Wenn ich die Emerging Marktes dabei haben möchte, dann mische ich sie einfach selbst mit einem zweiten ETF auf den MSCI Emerging Markets bei. Ich schaue, dass das Verhältnis MSCI World zu MSCI Emerging Markets etwa im Verhältnis 70% zu 30% ist. Das entspricht dem Verhältnis des BIP der Regionen.

Ein weiterer, sehr bekannter weltweit investierender Index ist der FTSE All World oder der FTSE Developed World. Vanguard – ein amerikanischer Fondsanbieter – bietet ETFs auf diese Indizes an. Bis vor kurzem hat es jedoch keine thesaurierenden ETFs gegeben. Da ich im Sinne des Zinseszins-Effektes nur ETFs auswähle, die die Dividenden und Erträge automatisch reinvestieren, sind Vanguard-ETFs für mich bisher nicht in Frage gekommen. Falls dich die Unterschiede zwischen den beiden Indizes interessieren, kannst du gerne hier nachlesen.

Hier findest du die ETFs von Vanguard gefiltert.

Zusammenfassung

Der MSCI World-Index ist einer der beliebtesten Indizes weltweit, denn er bildet die Wertentwicklung von rund 1.600 Unternehmen in 23 Industrieländern ab. Im Index sind die innovativsten Unternehmen der Welt – wie Apple, Microsoft, Amazon – enthalten und es werden automatisch alle Megatrends abgebildet. Aus diesem Grund bezeichne ich ihn auch als die beste Geldanlage Österreichs.

Dank dem Schutzmechanismus verdrängen gute, innovative Unternehmen die schlechteren, absteigenden Unternehmen. Wir brauchen uns also nicht um die mühsame Aktienauswahl kümmern.

Damit man in die MSCI World-Unternehmen investieren kann, muss man nur mit einem guten Wertpapierdepot einmalig oder regelmäßig einen ETF auf den MSCI World kaufen. In den letzten 10 Jahren hätte man als ÖsterreicherIn eine jährliche Rendite von rund 10% gehabt. Wie hoch sie in Zukunft sein wird, lässt sich nicht prognostizieren. Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass man langfristig damit sehr faire und gute Renditen über der Inflation erzielen wird.

Ich selbst investiere schon ein Weile fast ausschließlich in MSCI World-ETFs. Wenn du dein Geld sehr wahrscheinlich in den nächsten 10 Jahren benötigst, dann investiere lieber nicht in einen ETF. Es kann immer wieder Mal zu heftigen Einbrüchen kommen. Im obigen Chart ist das sehr gut ersichtlich.


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MSCI World-Index | 5 Gründe, warum dieser der beste ETF-Index in Österreich ist!

Guter Beitrag zum Thema: https://www.capital.de/geld-versicherungen/fuenf-gruende-warum-am-msci-world-index-kein-weg-vorbeifuehrt

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