Wo ich mein Geld investiere…

Ein Wertpapierdepot funktioniert im Prinzip wie ein Weindepot. Nur werden nicht Weinflaschen sondern (digitale) Wertpapiere gelagert.

Um eines gleich vorweg zu nehmen: ich investiere nicht in Wein. Zumindest nicht langfristig. In diesem Beitrag geht es nicht darum, welche Aktien, Fonds, ETFs oder Weine ich besitze, sondern über welche „Plattform“ bzw. Bank ich meine Investments tätige bzw. wo meine Wertpapiere gelagert sind. Für den langfristigen Anleger ist dies eine äußerst wichtige Entscheidung.

Ich habe relativ früh mit dem Investieren in Aktien begonnen. Aktien – also Anteile am Eigenkapital von börsennotierten Unternehmen – kann man ganz einfach über die Börse erwerben. Da es sich um Unternehmensanteile handelt, benötigt man eine andere Art der Verwahrung. Dies funktioniert über ein sogenanntes Wertpapierdepot.

Damals – also im Jahr 2001 – hatte ich mein Girokonto bei der örtlichen Raiffeisenbank. Es war nahe liegend, dass ich direkt dort auch ein Wertpapierdepot eröffne. Das ging und geht noch immer ganz einfach. Rund 9 Jahre lang hab ich meine Investments dann über das Depot der Hausbank abgewickelt. Allerdings wurde mir nach und nach bewusst, wie hoch die Gebühren eigentlich sind.

Diese Gebühren musste ich bei meinem Raiffeisen-Wertpapierdepot zahlen:

  1. Depotgebühr | derzeit 0,36% | wenn meine Aktien im Depot zB. einen Wert von ca. 10.000 € haben, dann muss ich 36 € (=0,36%) jährlich nur fürs Depot bezahlen. Das ist viel Geld dafür, dass die Bank meine Wertpapiere verwahrt.
  2. Ordergebühren | rund 20 € | Wenn man der Bank einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Aktien oder anderen Wertpapieren erteilt, nennt man dass eine Order. Jede Order kostet Spesen. Die sind meist variabel und haben eine gewisse Untergrenze. Diese betrugen aber schon damals über 15 € pro Order. Aktuell kommt man bei der Raiffeisenbank nicht unter 20 € pro Transaktion weg. Und 20 € sind bei einem Aktien- oder ETF-Kauf von 2.000€ immerhin stolze 1% und das selbe nochmals beim Verkauf.
  3. Weitere Spesen | obwohl die gerade genannten Gebühren die Wichtigsten sind, war die Spesenbelastung auch bei vielen anderen „Geschäftsfällen“ wie Dividendenzahlungen aus dem Ausland, Kapitalerhöhungen, Anmeldungen zu Hauptversammlungen nach meinem Gefühl zu zu hoch.

Warum habe ich mich von meinem Raiffeisen-Depot verabschiedet?

Natürlich genau wegen der hohen Spesen. 2010 ist Flatex als erfolgreicher deutscher Online-Broker in Österreich eingestiegen. Dort muss man keine Depotgebühren und nicht einmal die Hälfte an Ordergebühren (ab ca. 8 € pro Transaktion) bezahlen. Das waren für mich mehr als genug Gründe um zu wechseln. Ich habe also 2010 mein Flatex-Depot eröffnet und habe es nie bereut.

Flatex hat aus meiner Sicht derzeit einen einzigen Nachteil. Man bezahlt für Guthaben auf dem Cashkonto 0,4 % Zinsen (= Negativzinsen). Das kann man allerdings gut in den Griff bekommen, indem man nie mehr als 50 € auf dem Cashkonto liegen lässt.
Zum Verständnis: Wenn man Aktien, ETFs oder dergleichen kaufen möchte, dann muss man vorab die zu investierende Summe am eigenen Cashkonto – das ist gratis beim Depot dabei – bei Flatex liegen haben. Ansonsten kann Flatex deinen Order nicht ausführen. Flatex kann für derartige Aufträge nicht auf dein Referenz- bzw. Girokonto zugreifen. Somit gibt es bei deinem Flatex-Konto IMMER mindestens ein Wertpapierdepot und ein Cashkonto (mit IBAN). Beides gehört zusammen und lautet auf deinen oder euren Namen.

Extrem viele ETF-Sparpläne -> der ultimative Vorteil von Flatex

Investieren in ETFs (Exchange Tradet Funds) ist ganz klar die Zukunft für Privatanlager. Es gibt in Österreich keine Bank und keinen Broker, der so viele ETF-Sparpläne anbietet. Bei einem ETF-Sparplan hat man die Möglichkeit zu äußerst niedrigen Kosten regelmäßig geringe Beträge zu investieren. So kann man zum Beispiel monatlich 50 € in einen ETF auf einen Weltindex mit über 1.600 Unternehmen investieren und muss dafür nur Kosten zwischen 15ct und 25ct bezahlen. Das ist so gut wie nichts und öffnet die Tore zum großen Weltaktienmarkt für wirklich jeden.

Insgesamt bietet Flatex derzeit rund 900 ETF-Sparpläne an und davon sind 350 Aktions-Sparpläne. Für die bezahlt man keine Ordergebühren sondern nur Additional Trading Costs (ATC). Diese betragen bei den ETFs – die ich bespare und empfehle – zw. 0,3% und 0,45%. Bei allen für Österreicherinnen und Österreicher verfügbaren Online-Brokern ist kein besseres Angebot zu finden. Traditionelle Banken bieten meines Wissens nicht einmal ETF-Sparpläne an. So wie ich dass bei meinen bisherigen Klienten schon vielfach gesehen habe, verkaufen Sie dir noch immer Investmentfonds mit Ausgabeaufschlägen (=Vertriebsprovision) von bis zu 6%. Wenn diese Investmentfonds eine bessere Rendite als der Index erzielen würden, dann wäre das OK. Leider tun sie das in ganz, ganz selten.

Fazit

Wer in Österreich ernsthaft über Geldanlage nachdenkt und nicht einen großen Teil der Rendite in Form von Gebühren an die Bank „verschenken“ möchte, sollte sein Wertpapierdepot bei Flatex eröffnen. Flatex ist wirklich günstig und hat das größte Angebot an ETF-Sparplänen. Wie ich an deiner Stelle mit der Geldanlage starten würde, findest du hier.

Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne jederzeit telefonisch oder per E-Mail bei mir melden. Ich bin unabhängig und unterstütze dich gerne bei den ersten Schritten zur langfristigen Geldanlage. Egal ob es um Fragen zur Depot-Eröffnung, zur ETF-Auswahl oder auch um Tipps im Zusammenhang mit laufenden Verträgen (z.B. Lebensversicherungen) oder Fondssparplänen geht. Regelmäßig biete ich auch kostengünstige Vorträge zum Thema Geldanlage und Vermögensaufbau an.

Jetzt Flatex-Depot eröffnen:

Gute Quellen für diesen Beitrag:

Gute Youtube-Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=y0vWeXUoOrw

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