5 Dinge, die du über die Börse wissen solltest

5 Dinge, die du über die Börse wissen solltest. Kapitalmeister. Johann Kofler-Mair

Für mich sind Börsen das Tor zur besten Geldanlage weltweit. In Österreich wird sie von Privatanlegern leider kaum genutzt und ein Leben in finanzieller Sicherheit oder Freiheit ist dadurch fast nicht erreichbar. Deshalb möchte ich dir hier die 5 wichtigsten Dinge über die Börse zusammenfassen.

1 | Wichtigster Marktplatz für langfristige Geldanlage

Wenn ich von der Börse spreche, dann meine ich die Wertpapierbörse. Also jene, bei der man Aktien oder Anleihen erwerben kann. Als österreichischer Privatanleger kann man sich über die Börse an börsennotierten Aktiengesellschaften (zB. Voestalpine AG, facebook, Daimler,…) beteiligen oder großen Unternehmen und Staaten Geld in Form von Anleihen leihen. Anleihen sind streng regulierte Kredite, die an der Börse gehandelt werden.

Wenn es um langfristige Geldanlage geht, sind Aktien und Anleihen als Anlageklassen das Non-Plus-Ultra. Investmentfonds und damit auch fondsgebundene/fondsorientierte Lebensversicherungen investieren hauptsächlich in Aktien oder Anleihen.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass Aktien in Österreich zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Langfristig führt aus meiner Sicht kein Weg an Unternehmensbeteiligungen (=Aktien) vorbei. Warum? Weil das investierte Geld in guten Unternehmen produktiv veranlagt ist. Dort arbeiten Mensch und Maschine an Herstellung und Vertrieb der besten Produkte und Dienstleistungen. Es wird täglich Wert geschaffen. Und an dieser Wertkreation kann man als direkt oder indirekt als Aktionär teilhaben. Und dies wiederum führt zum begehrten Zinseszinseffekt.

Es gibt aus meiner Sicht keinen anderen Marktplatz, der eine höhere Bedeutung für die langfristige Geldanlage hat.

An der Börse findet man so gut wie immer einen Verkäufer oder einen Käufer für ein Unternehmen oder eine Anleihe.

2 | Es gibt weltweit unglaublich viele Börsen

In Österreich gibt es mit der Wiener Börse nur eine einzige Börse. In Deutschland werden allerdings acht Wertpapierbörsen betrieben. Die wichtigsten sind in Frankfurt samt der elektronischen Handelsplattform XETRA, Stuttgart und Hamburg-Hannover. Die drei wichtigsten Börsen weltweit sind die Börsen New York, NASDAQ (elektronisch) und Japan. Insgesamt gibt es deutlich über 100 Börsen weltweit. Beim Weltverband der Börsen circa 250 Infrastruktur-Anbieter (=Börsen) als Mitglied.

Welche Börsen sind für uns als Privatanleger relevant?

Wenn man sich in Form von Aktien an Unternehmen beteiligen möchte, dann ist die erste Anlaufstelle jene Börse, an der das Unternehmen gelistet ist. Möchte ich Voestalpine-Aktien erwerben, so mache ich das über die Wiener Börse. Möchte ich BMW-Aktien erwerben, so mache ich das über die Frankfurter Börse bzw. über XETRA. Amerikanische Unternehmen erwerbe ich über die Börse New York (New York Stock Exchange, NYSE). Wie sinnvoll der direkte Aktienerwerb für Privatanleger aus meiner Sicht ist, erörtere ich in diesem Beitrag.

3 | Börsen sind nicht für Krisen verantwortlich

Der Ruf der Börse ist nicht der Beste. Börsen werden untrennbar mit Krisen, Crashs und Spekulation verbunden. Das ist allerdings ein weit verbreiteter Irrglaube.

Wilde Berg- und Talfahrten an den Börsen werden nicht von den Börsen verursacht, sondern von ihren Marktteilnehmern.

Die Marktteilnehmer wechseln im Zeitverlauf ständig zwischen Angst und Gier. Immer wieder wollen sie (wie im Casino) schnell Geld verdienen und den besten Zeitpunkt zum Kaufen und Verkaufen finden. Das gelingt allerdings kaum jemandem nachhaltig. Die Blasen und Krisen werden von den Spekulanten hervorgerufen und nicht von den langfristigen Investoren.

Wenn ich als Langfrist-Investor Anteile an einem Unternehmen zum Beispiel für die Altersvorsorge erwerbe, dann werde ich meine Anteile nicht verkaufen, nur weil ein paar Spekulanten jetzt plötzlich Angst bekommen und die Kurse um 30-50% fallen. Wenn ich eine GmbH oder eine Immobilie besitze, dann verkaufe ich diese doch auch nicht auf der Stelle, nur weil die Prognosen sagen, dass man jetzt 1-2 Jahre wahrscheinlich keine (so hohen) Gewinne machen wird. Das wäre ein Irrsinn.

André Kostolany nennt die kurzfristigen Spekulanten auch „Parasiten„, die Kurse (also den Wert eines Unternehmens) ungerechtfertigt in die Höhe oder Tiefe treiben.

Ich bin meistens zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen konnte wie dort. Nicht weil ich Gefallen an den Dummköpfen finde, sondern um anschließend das genaue Gegenteil dessen zu tun, was sie tun.

André Kostolany

4 | Niedrigste Gebühren und faire Preise dank Regulation

Einer der allergrößten Vorteile der Börse gegenüber normalen Unternehmens- oder Immobilienbeteiligungen sind die niedrigen Nebenkosten. An der Börse zahlt man für den Eigentumsübergang – durch die hohe Standardisierung in Form von Aktien – kaum Gebühren.

Beim Erwerb von Aktien, Anleihen oder ETFs zahlt man bei einem günstigen Online-Broker ab einer Investitionssumme von ca. 3.000€ nur rund 0,3% Nebenkosten. Das ist im Vergleich zu den üblichen Notargebühren oder Grundbucheintragungen bei Eigentumsübertragungen absolut vernachlässigbar. Auch braucht man keine teuren Makler, die an der Transaktion mitverdienen.

An der Börse gibt es zu den Handelszeiten für die großen Unternehmer immer viele Käufer und viele Verkäufer. Auch wenn man nie erfährt, wer die Unternehmensanteile vor mir besessen hat (Anonymität), so weiß man doch dank der strengen Regulation für Wertpapierbörsen (überwacht durch die Finanzmarktaufsicht), dass der Preis, zu dem ich handle, fair ist.

Hier muss man aber auch beachten, dass fair nichts mit günstig oder teuer zu tun hat. Letzteres ist rein subjektiv und hängt von den individuellen Gewinn- bzw. Entwicklungserwartungen ab. Die Bewertung von Unternehmen ist jedoch ein ganz eigenes Thema. Dazu auch mehr im Beitrag zu Aktien

5 | Voraussetzung für Teilnahme am Börsenmarkt: Wertpapierdepot

Der Zugang zur Börse könnte nicht leichter sein. Man braucht nur ein Wertpapierdepot und schon kann man Aktien, Anleihen oder ETFs mit einem Mausklick – und natürlich etwas Investitionskapital – erwerben. Während ich schon lange dem Onlinebroker Flatex vertraue, ist es natürlich auch möglich, ein Depot bei der eigenen Hausbank zu eröffnen. Warum ich Flatex bevorzuge, erfährst du hier.

Wenn man Unternehmensanteile (Aktien), Anleihen oder ETFs erwirbt, dann tauscht man Geld gegen Wertpapiere ein. Diese Wertpapiere – zum Beispiel Aktien – sind dann als Sondervermögen in deinem Wertpapierdepot eingebucht. Im Depot kannst du dann jederzeit deine Bestände beobachten, aufstocken oder verkaufen. Ganz einfach von zuhause oder mit dem Mobiltelefon.

Du kannst alles weitere selbst und ohne Bank-, Versicherungs- oder Vermögensberater entscheiden und umsetzen. Niemand verdient mit.

Zusammenfassung

Dank der Einführung von Börsen können wir als Privatanleger durch die Investition in börsennotierte Aktiengesellschaften unternehmerisch tätig werden. Dadurch können wir einfach an jedem verkauften iPhone oder an jedem Microsoft Office-Paket mitverdienen. Es gibt faktisch keine Eintrittsbarriere. Das einzige, das man benötigt ist ein (kostenloses) Wertpapierdepot und etwas Geld. Und die Nebenkosten für den Eigentumserwerb sind unglaublich niedrig.

Ich denke die Zeit ist reif, dass wir Österreicherinnen und Österreicher nun auch unser Geld langfristig am Kapitalmarkt anlegen. Zum weiterführenden Artikel über das Wertpapierdepot.

Bei Fragen kannst du mich gerne kontaktieren.

Johann Kofler-Mair
Kapitalmeister

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