Geld anlegen | 3 Tipps für den erfolgreichen Vermögensaufbau (inkl. Video)

Orientiere dich an den folgenden drei Kriterien für den erfolgreichen Vermögensaufbau und du wirst langfristig mit all deinen Entscheidungen zufrieden und glücklich sein. Die Einhaltung dieser Grundvoraussetzungen führt automatisch dazu, dass sich deine Geldanlage gut anfühlt und das Geld nur für dich arbeitet.

Wir Österreicherinnen und Österreicher sollten aus unterschiedlichsten Gründen einen Teil unseres Geld langfristig anlegen. Leider macht das kaum jemand und deshalb werden wir Jahr für Jahr ärmer. Aber für dich besteht Hoffnung, da du bei diesem Blogbeitrag gelandet bist. Hier möchte ich dir die drei wichtigsten Kriterien vorstellen, die du vor jeder Investition überprüfen solltest.

Allgemeines

Es geht um die langfristige Geldanlage, die du aus den verschiedensten Motiven umsetzten möchtest. Jeder seriöse und unabhängige Unterstützer wird dir folgendes sagen: Bevor du Erspartes langfristig anlegst, beantworte diese Fragen:

  1. Habe ich eine Eiserne Reserve angelegt?
  2. Habe ich meine Schulden soweit als möglich getilgt?
  3. Bin ich mir sehr sicher, dass ich das investierte Geld die nächsten 10 – 15 Jahre nicht brauche?

Nun zu den drei Kriterien für die erfolgreiche langfristige Geldanlage:

#1 | Verstehe dein Investment

Geldanlage ist als sehr komplizierte Materie verschrien. Aus meiner Sicht geht es aber um zu viel, als dass man das einfach nach dem Prinzip Hoffnung macht. Mein Ratschlag lautet daher: Investiere nie dein Geld in etwas (Produkte, Wertpapiere, Rohstoffe), dass du nicht dem Grunde nach verstanden hast!

Folgende Fragen solltest du dir vor der Investition/Unterfertigung immer stellen:

  • Was genau passiert mit meinem Geld?
    Liegt es auf einem Sparbuch? Werden Wertpapiere erworben? Welche Wertpapiere? Wo kann ich den tagesaktuellen Wert finden?
  • Wie kommt eine Verzinsung zustande?
    Entsteht diese von Dividenden, Kurssteigerungen oder Mieten? Oder sind das Erträge aus Spekulationserlösen? Ist die Verzinsung realistisch?
  • Wie war die historische Verzinsung?
    Waren das durchschnittlich 2%, 3% oder 7%?
  • Wie hoch ist der maximale Wertverlust?
    Kann es sein, dass es auch zu Verlusten kommt? Wie hoch waren diese zB. in der Vergangenheit?
  • Kann ich frühzeitig verkaufen und was kostet mich dieser Verkauf?
    Es kann immer sein, dass Umstände eintreten, die einen frühzeitigen Verkauf sinnvoll erscheinen lassen. Es stellt sich die Frage, ob das überhaupt möglich ist.

Praktische Beispiele:
Wie wird bei meiner Lebensversicherung eine Rendite erzielt? Wird mein Geld in Fonds investiert? In welche? Wie haben sich diese in der Vergangenheit entwickelt? Ist das Geld nur im Deckungsstock der Versicherung? Wie wird dieses Geld angelegt? Wie waren die historischen effektiven Renditen für die Kunden? Wie veranlagt der von der Bank angebotene Investmentfonds das Geld? In welche Regionen (Welt, Europa, Österreich)? Welche Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe,…)?

#2 | Achte auf die Nebenkosten

Das hört sich jetzt sehr logisch an, wird aber in der Regel so gut wie nie gemacht. Kaum jemand fragt den Versicherungs-, Bank- oder Vermögensberater, wie hoch die Abschlusskosten und die jährlich wiederkehrenden Kosten sind.

Wenn ich eines mit Gewissheit weiß, dann ist die wichtigste Frage bei einem „Beratungsgespräch“ immer folgende:

Was haben Sie und Ihr Unternehmen davon, wenn ich dieses Produkt bei Ihnen kaufe? Wie viel verdienen Sie mit dem Abschluss?

Johann Kofler-Mair

Die Gespräche scheinen kostenlos zu sein, sind es aber nicht. Sie kosten dich viel mehr als du dir vorstellen kannst. Dazu habe ich unter anderem folgende Beiträge verfasst.

Jene, die dein Geld für dich anlegen, sind meist sehr großzügig mit den Provisionen für sich selbst. Sie verrechnen dir gerne den maximalen Betrag, den das Gesetz zulässt. Sehr gängig sind Abschlussprovisionen und Bestandsprovisionen. Diese haben die unterschiedlichsten Bezeichnungen bei den verschiedenen Produkten, aber es sind alles Provisionen.

Abschlussprovisionen betragen gerne Mal 10% oder mehr deiner Investition. Bei einer Lebensversicherung können sich die Provision zu deinen Lasten auf 1 – 1,5 Jahresprämien!! belaufen. Die wird dann in gleichmäßig verteilten Raten in den ersten 5 Jahren von deinem Vermögen an die Bank/Versicherung/… ausbezahlt. Bis das von dir eingezahlte Geld wieder den ursprünglichen Wert hat, vergehen meist 10 Jahre oder mehr. An eine Rendite brauchen wir in den ersten 10-15 Jahren häufig nicht denken. Schau dir gerne meine Analyse zur staatlich geförderten Zukunftsvorsorge an (Eine wirklich bittere Geschichte).

Es wird zudem auch unterschätzt, welchen Einfluss laufende Gebühren (oder Bestandsprovisionen) von z.B. 1% pro Jahr auf das investierte Kapital für dich nach 30 Jahren bedeuten. Das kann deine Erträge schon um deutlich mehr als 25% reduzieren. Es hängt natürlich sehr stark davon ab, wie gut oder schlecht das Produkt generell verzinst ist.

Interessenkonflikte sind in der Finanzbranche allgegenwärtig. Es werden meist Produkte verkauft, die für den Verkäufer die Besten sind, nicht für die Kunden!! Frage also bezüglich der Nebenkosten soviel wie möglich nach und lasse dir auch ausrechnen, wie viele Euros dein „Berater“ = Verkäufer mit dem Abschluss und jedes Jahr wieder erhält.

Das gemeine an dem derzeitigen System ist, dass die Provisionen in jedem Fall fließen. Auch wenn das Produkt nie effektiv die in den Raum gestellten Renditen erreicht.

Und übrigens, nicht Punkt 1 vergessen. Wenn du nicht verstanden hast, wie mit dem Produkt Gewinn generiert wird, dann kaufe es nicht.

#3 | Lasse den Zinseszinseffekt wirken

Wenn du es verstanden hast und die Nebenkosten transparent und minimal sind, dann geht es nur noch um die erwartete Rendite deines Investments. Mindestanforderung bei der langfristigen Geldanlage ist aus meiner Sicht immer die Inflationsabdeckung. Wenn das Investment nicht rund 2% pro Jahr bringt, wird dein Geld real weniger wert. Damit fallen schon sehr viele Produkte, wie zB. der Bausparer, raus.

Ich erwarte bei meinen langfristigen Investitionen eine marktüblichen Rendite. Marktüblich bedeutet für mich zwischen 5% und 7% pro Jahr langfristig betrachtet. Dabei kann es Jahre geben, wo es 30% nach oben geht, und andere, wo es 30% nach unten geht. Diese Rendite ist – wenn man die Vergangenheit betrachtet – sehr realistisch. Garantieren kann dir das aber niemand. Nur eines ist garantiert, wenn du dein Geld ausgibst oder es am Sparbuch liegen lässt, wirst du immer ärmer.

Eines muss dir immer klar sein, der Zinseszinseffekt kommt nur über viele Jahre zur Wirkung. Und Dr. Gerd Kommer sagt folgendes:

Rendite ist das Schmerzensgeld für Risiko.

Dr. Gerd Kommer, Souverän Investieren für Einsteiger

Eine hohe Verzinsung gibt es also niemals ohne hohes Risiko. Sei also vorsichtig mit deinen Renditeerwartungen. 10% jährliche Verzinsung ist extrem unwahrscheinlich und deshalb ernsthaft zu hinterfragen. Hole dir hier am Besten eine zweite Meinung ein. Und übrigens wieder die Frage: Habe ich verstanden, wodurch hier die Rendite entsteht? Wer zahlt den heutzutage schon so unglaublich hohe Zinsen? Und warum bekommst genau du dieses verlockende Angebot?

Zusammenfassung

Wenn du dein Geld tatsächlich langfristig anlegen kannst und möchtest, dann investiere nur in Produkte/Wertpapiere, die du dem Grunde nach verstehst, die nur geringe Nebenkosten (Provisionen) haben und die eine faire, marktorientierte Verzinsung mitbringen. Wenn eines der Kriterien nicht zutrifft, dann schließe diesen Deal nicht ab.

Hier findest du ein paar Infos zur Geldanlage für Privatanleger.

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Externe Links

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