Sorgenfrei leben mit einer Eisernen Reserve

Mit einer „Eisernen Reserve“ können wir finanzielle Engpässe oder Notfälle unbeschadet und ohne hohe finanzielle Kosten überstehen. Sie fühlt sich gut an und lässt uns besser schlafen. Jeder sollte sie haben. An eine langfristige Geldanlage sollte man erst danach denken.

Was ist denn eigentlich eine Eiserne Reserve und wofür brauchen wir sie?

Die Eiserne Reserve wird oft auch als Notgroschen bezeichnet und soll einzig und allein dazu dienen, uns in „finanziellen Notfällen“ zu unterstützen. Damit wollen wir verhindern, dass uns eine größere, unerwartete Zahlung aus der Bahn wirft und wir wegen ein paar tausend Euro das Girokonto überziehen müssen. Denn die sogenannten Kontokorrent-Kredite sind extrem teuer.

Die Eiserne Reserve sorgt für ein Gefühl der Sicherheit. Man kann besser Schlafen und hat eine Sorge weniger im Leben.

Was sind Notfälle, bei denen ich die Eiserne Reserve angreifen darf und soll?

Finanzielle Notfälle sind Ereignisse, die man nicht planen kann und die absolut unerwartet kommen. Nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Arbeitsplatzverlust | Wenn jemand seinen Job verliert und mit dem Arbeitslosengeld schwer über die Runden kommt, dann ist so ein gewisses Polster äußerst hilfreich. Man gewinnt Zeit für die Arbeitsplatzsuche und kann sich besser auf die Bewerbungsphase vorbereiten.
  • Unerwartete Reparaturerfordernisse | Wenn völlig überraschend die Waschmaschine bricht oder du mit dem Auto einen Unfall hast und für dir Reparatur selbst aufkommen musst. Mit der Eisernen Reserve kein Problem.
  • Gesundheitliche Notfälle | In der Familie tritt ein Krankheitsfall ein, dessen Behandlung von der Sozialversicherung nicht in dem Ausmaß gedeckt ist, wie man sich das wünscht. Oder man muss etwas vorfinanzieren, bis die Krankenkasse es rückerstattet. Mit der Eisernen Reserve hat man eine viel bessere Ausgangsposition.

Planbare Anschaffungen sind definitiv kein Fall für die Verwendung der Eisernen Reserve. Sie sollte NIEMALS für einen Autokauf, für Urlaube oder für den Erwerb von Konsumprodukten angegriffen werden.

Wie sollte die Eiserne Reserve beschaffen sein?

  • Schnelle Verfügbarkeit | Das Geld muss innerhalb kürzester Zeit (1 Tag) verfügbar sein und das verfügbar machen, darf kein Geld kosten.
  • Außerhalb des Sichtbereichs | Die Eiserne Reserve sollte ein Online-Sparbuch bei einer anderen Bank als deiner Hausbank sein. Es ist erfahrungsgemäß viel besser, wenn du sie nicht bei jeder Online-Banking-Transaktion siehst.
  • 3 – 6 Netto-Monatsgehälter | Die Höhe der Eisernen Reserve sollte in Relation zum Haushaltseinkommen festgelegt werden. Grundsätzlich gilt, dass es ein Betrag sein sollte, bei dem du dich wohl fühlst. Als Mieter sollten 3 Monatsgehälter reichen, wenn du Immobilienbesitzer bist, kann es durchaus Sinn machen, dass du 5 oder 6 Monatsgehälter in die Reserve dotierst.
  • Sicherheit vor Zinshöhe | Ich empfehle, dass du das Geld auf ein Online-Sparbuch gibst, dass von der österreichischen oder deutschen Einlagensicherung (bis 100.000€) geschützt ist. Lieber ein bisschen weniger Zinsen, aber dafür ein viel besseres Gefühl.

Ich habe Aktien, Fonds, ETFs oder anderes langfristiges Finanzvermögen, das ich jederzeit verkaufen kann. Brauche ich trotzdem eine Eiserne Reserve?

Ja, unbedingt. Kapitalmarktinvestitionen haben – so wie Immobilieninvestitionen – einen sehr langfristigen Anlagehorizont. 10 Jahre gilt hier als Untergrenze. Fonds, Aktien oder auch ETFs unterliegen kurzfristigen Marktschwankungen und es sollte nie passieren, dass wir genau zum „blödesten“ = ungünstigsten Zeitpunkt (zB. am Tiefpunkt bei einer Wirtschaftskrise) verkaufen müssen und Verluste realisieren. Die richtige Reihenfolge lautet daher:

  1. Eiserne Reserve ansparen (3 – 6 Monatsgehälter)
  2. Langfristig Investieren (Zeithorizont > 10 Jahre)

Ich habe aktuell einen Kredit bei der Bank für meine Immobilie. Brauche ich trotzdem eine Eiserne Reserve?

Ja. Auch für dich als Immobilienbesitzer ist es wichtig, eine Eiserne Reserve zu haben. Denn bei einer Immobilie kann immer wieder Mal etwas kaputt gehen. Und was wäre die Alternative? Dass du – nur weil du ein paar tausend Euro benötigst – einen Kontokorrent-Kredit (= Kontoüberziehung) aufnehmen musst, der jenseits von 5% Zinsen kostet?

Darf ich meine Goldbestände zur Eisernen Reserve rechnen?

Eher nicht. Warum? Weil du das Gold wahrscheinlich nicht schnell zu einem ordentlichen Preis verflüssigen kannst. Und zudem würde es schmerzen, wenn der Goldkurs just in dem Notfall so schlecht ist, dass du Verluste realisieren müsstest.

Wie sollte ich die Eiserne Reserve befüllen?

Am Besten jeden Monat per Dauerauftrag von deinem Girokonto kurz nach Gehaltseingang. Details findest du in meinem Blogartikel Sparen einfach automatisieren.

Zusammenfassung

Die Eiserne Reserve in Höhe von 3-6 Monatsgehältern sorgt für ein gutes Gefühl der Sicherheit und ermöglicht dir, Notfälle und finanzielle Engpässe für eine gewisse Zeit zu überbrücken. Damit erspart man sich teure Girokonto-Überziehungen oder Notverkäufe von langfristigen Geldanlagen.


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